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Das Facility Management hat sich in den letzten Jahren massiv weiterentwickelt. Flächenmanagement, New-Work-Konzepte, Desk Sharing, Nachhaltigkeit und Nutzerzufriedenheit sind längst Teil eines erweiterten FM-Selbstverständnisses.
Und doch gibt es einen blinden Fleck, der im Alltag moderner Büros enorme Kosten verursacht – die Reibung alltäglicher Übergabeprozesse.

Ich bin überzeugt:

Smart Locker Systeme sind kein IT-Gadget und kein Office-Nice-to-have – sie sind ein ureigenes Werkzeug des Facility Managements.

Facility Manager messen heute präzise:

  • Flächeneffizienz
  • Auslastungsgrade
  • Energieverbräuche
  • Kosten pro Arbeitsplatz
  • Nutzerzufriedenheit

Was dabei fast vollständig fehlt, sind Kennzahlen für Prozessreibung – also für all jene kleinen, aber hochfrequenten Transaktionen, die im Büro täglich stattfinden:

  • Übergaben zwischen Mitarbeitenden (Peer-to-Peer)
  • IT-Geräteausgaben und -rückgaben
  • Pakete, Briefe, interne Sendungen
  • Schlüssel, Werkzeuge, Spezial-Equipment

Jede einzelne dieser Übergaben ist banal – in Summe sind sie ein massiver Produktivitätsfaktor.
Moderne Büros sind nicht nur Räume.
Sie sind hochfrequente Transaktionsräume.

Bereits 2014 wiesen zwei britische Forscher in einem Grundsatzpapier darauf hin, dass sich Workplace-Effizienz nicht allein über Fläche und Kosten erklären lässt, sondern über die Friktion von Arbeitsprozessen.

Damals war das ein theoretischer Impuls.
Heute – im hybriden, asynchronen Arbeitsalltag – ist es operative Realität.

Wenn Mitarbeitende:

  • auf Kolleg:innen warten müssen
  • Tickets schreiben, um Dinge zu übergeben
  • Übergaben improvisieren („liegt bei mir im Büro“)
  • Dinge suchen oder nachverfolgen müssen

… dann entsteht versteckte Prozesskostenlast, die in keiner klassischen FM-Kennzahl auftaucht.

Hier kommen Smart Locker Systeme ins Spiel – nicht als Möbelstück, sondern als prozessuale Infrastruktur.
Ein Smart Locker übernimmt:

  • Asynchrone Übergaben (ohne zeitliche Abstimmung)
  • Dokumentation & Nachvollziehbarkeit (Track & Trace)
  • Zugriffssteuerung & Sicherheit
  • Standardisierung informeller Prozesse

Das Entscheidende aus FM-Sicht:
Smart Locker reduzieren operative Reibung, ohne neue Komplexität zu erzeugen.
Sie funktionieren im Hintergrund – genau dort, wo gutes Facility Management wirken sollte.

Ein häufiger Denkfehler:
Smart Locker werden vorschnell der IT zugeschlagen, weil dort Geräte ausgegeben werden.

In Wahrheit aber:

  • Die IT ist Nutzer, nicht Betreiber
  • Die Prozesse sind infrastrukturell, nicht applikativ
  • Die Wirkung ist organisatorisch, nicht technisch

Smart Locker betreffen:

  • Wege
  • Wartezeiten
  • Flächen
  • Services
  • Nutzererlebnis

Das ist klassisches Facility-Territorium.

Ich plädiere seit Jahren dafür, FM-Kennzahlen um eine neue Dimension zu erweitern:

  • Prozesskosten pro Übergabe
  • Wartezeit pro Transaktion
  • Anzahl manueller Kontaktpunkte
  • Unterbrechungen im Arbeitsfluss

Denn:
Ein effizient geplanter Raum verliert seinen Wert,
wenn die darin stattfindenden Prozesse ineffizient sind.
Smart Locker sind ein seltenes Werkzeug, mit dem FM direkt auf diese Kennzahlen Einfluss nehmen kann – messbar, skalierbar und standortübergreifend.

Ich werde in der FM-Branche häufig als Smart-Locker-Vordenker wahrgenommen – nicht, weil ich Technik erkläre, sondern weil ich Prozesswirkungen sichtbar mache.

Mein Whitepaper

„A Different View on New Work – The Role of Smart Locker Systems“

wurde in die Knowledge Base der International Facility Management Association (IFMA) aufgenommen.

Das freut mich – vor allem, weil es zeigt:
Die Diskussion ist im Facility Management angekommen.

Nicht als Trend.
Sondern als strukturelle Antwort auf neue Arbeitsrealitäten.

Essay anfordern

Wenn wir New Work ernst nehmen, müssen wir mehr betrachten als Räume und Belegungspläne.
Dann müssen wir fragen:

  • Wie fließen Dinge?
  • Wo entstehen Wartezeiten?
  • Wie viel Reibung akzeptieren wir im Alltag?
  • Und was kostet uns das – wirklich?

Smart Locker Systeme sind ein logischer, fast zwingender Bestandteil moderner FM-Strategien.
Nicht laut.
Nicht sichtbar.
Aber hochwirksam.

FAQs: Smart Locker & Facility Management

Was sind Smart Locker im Facility Management?

Smart Locker sind digital gesteuerte Schließfachsysteme, die im Facility Management zur Organisation, Automatisierung und Dokumentation von Übergabeprozessen eingesetzt werden. Sie ermöglichen sichere, asynchrone Übergaben von IT-Geräten, Paketen, Werkzeugen oder Schlüsseln – ohne persönliche Anwesenheit und ohne manuelle Koordination.

Warum gehören Smart Locker organisatorisch ins Facility Management?

Smart Locker betreffen zentrale FM-Themen wie Flächennutzung, Wegeoptimierung, Servicequalität und Prozesskosten. Obwohl sie häufig von IT, Poststellen oder Werkstätten genutzt werden, liegt ihr Mehrwert in der Reduktion operativer Reibung – ein klassisches Aufgabenfeld des Facility Managements.

Welche Vorteile bieten Smart Locker für Facility Manager?

Für Facility Manager bieten Smart Locker messbare Vorteile:

  • Reduktion von Wartezeiten bei Übergaben
  • Weniger manuelle Abstimmungen und Tickets
  • Entlastung von Service- und Empfangsbereichen
  • Höhere Transparenz über Übergabeprozesse
  • Skalierbare Services für hybride Arbeitsmodelle

FAQs: IT-Ausgabeautomat & IT-Services

Was ist ein IT-Ausgabeautomat?

Ein IT-Ausgabeautomat ist ein spezialisierter Anwendungsfall eines Smart Locker Systems. Er dient der automatisierten Ausgabe und Rücknahme von IT-Equipment wie Laptops, Monitoren, Smartphones oder Zubehör – rund um die Uhr und dokumentiert.

Wie unterstützt ein Smart Locker die IT-Ausgabe?

Smart Locker ermöglichen:

  • Geräteausgabe ohne persönliche Übergabe
  • Dokumentierte Übergabe mit Zeitstempel
  • Rückgaben inkl. Status- und Zustandsprüfung
  • Integration in bestehende IT-Service-Prozesse

Für Facility Manager bedeutet das: weniger Sonderprozesse, weniger Eskalationen, weniger Flächenbindung.

Ist ein IT-Ausgabeautomat eher ein IT- oder ein FM-Thema?

Technisch ist er IT-nah, organisatorisch jedoch klar im Facility Management angesiedelt.
Denn der IT-Ausgabeautomat beeinflusst:

  • Wege und Laufzeiten
  • Servicepoints
  • Flächenbedarf
  • Nutzererlebnis

Damit ist er Teil der physischen Service-Infrastruktur eines Standorts.

FAQs: Monitoring & Werkzeugausgabe

Wie funktioniert Monitoring bei der Werkzeugausgabe mit Smart Lockern?

Smart Locker ermöglichen ein lückenloses Monitoring der Werkzeugausgabe:

  • Wer hat welches Werkzeug entnommen?
  • Wann wurde es zurückgegeben?
  • Wie lange war es im Umlauf?
  • Gab es Verzögerungen oder Verluste?

Diese Transparenz ist besonders relevant für Werkstätten, Instandhaltung und technische Services.

Für welche Bereiche eignet sich eine überwachte Werkzeugausgabe?

Monitoring-basierte Werkzeugausgabe eignet sich u. a. für:

  • Facility Services & Haustechnik
  • Instandhaltung & Maintenance
  • Produktionsnahe Services
  • Sicherheits- und Spezialwerkzeuge

Facility Manager erhalten dadurch Kontrolle ohne Mehraufwand.

FAQs: Anbindung an Ticket- und IT-Systeme

Können Smart Locker an Ticket-Systeme angebunden werden?

Ja. Moderne Smart Locker Systeme lassen sich an Ticket- und IT-Service-Management-Systeme anbinden.
Übergaben können automatisch:

  • aus Tickets heraus angestoßen
  • dokumentiert
  • und rückgemeldet werden

So werden physische Übergaben Teil digitaler Workflows.

Welche Vorteile bietet die Anbindung an Ticket-Systeme?

Die Anbindung an Ticket-Systeme ermöglicht:

  • Medienbruchfreie Prozesse
  • Automatische Statusupdates
  • Klare Verantwortlichkeiten
  • Bessere Auswertbarkeit von Serviceprozessen

Für Facility Management heißt das: weniger manuelle Abstimmung, mehr Prozessklarheit.

Ist eine Ticket-Anbindung Pflicht, um Smart Locker zu nutzen?

Nein. Smart Locker können auch stand-alone betrieben werden.
Die Integration in Ticket-Systeme ist optional und bietet zusätzlichen Mehrwert – insbesondere in komplexen Organisationen oder bei hoher Übergabefrequenz.

Marco Gola

Autor Marco Gola

Marco Gola beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Frage, wie sich moderne Arbeitswelten nicht nur gestalten, sondern auch effizient betreiben lassen. Sein Fokus liegt dabei auf einem Aspekt, der im New-Work-Diskurs lange unterschätzt wurde: den Prozesskosten alltäglicher Übergaben – von IT-Equipment über Pakete und Schlüssel bis hin zu Werkzeugen und sensiblen Gegenständen. Für Marco Gola sind Smart Locker weit mehr als digitale Schließfächer. Richtig eingesetzt, werden sie zu Companions moderner Arbeitswelten: Sie reduzieren Reibung, schaffen Sicherheit, ermöglichen asynchrone Zusammenarbeit und entlasten Organisationen dort, wo Frustration im Alltag oft unbemerkt entsteht. Seine Überzeugung ist klar: "Innovation im Büro zeigt sich nicht nur in Architektur und Möblierung, sondern vor allem in reibungslos funktionierenden Prozessen." Als anerkannter Autor zahlreicher reflektiver Fachbeiträge verbindet er Facility Management, New-Work-Strategien und operative Realität. Sein Whitepaper „A Different View on New Work – The Role of Smart Locker Systems“ wurde jüngst in die Wissensdatenbank der International Facility Management Association (IFMA) aufgenommen – einer der weltweit bedeutendsten Fachorganisationen im Facility Management, deren Mitglieder mehrere Milliarden Quadratmeter Fläche verantworten. Mit NetLocker verfolgt Marco Gola die Mission, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Büro- und Serviceprozesse messbar zu entlasten, Sicherheit zu erhöhen und gleichzeitig ein spürbares Gefühl von Modernität und Verlässlichkeit zu schaffen – für Mitarbeitende ebenso wie für Facility Manager. Hier mein Abstract für unterhalb des Artikels: Marco Gola ist Vordenker im Bereich Smart Locker und moderne Workplace-Prozesse. Er beschäftigt sich mit der Reduktion von Prozesskosten und Reibung im Büroalltag und zeigt, wie smarte Schließfachsysteme zu verlässlichen Companions neuer Arbeitswelten werden. Als Autor mehrerer Fachbeiträge wurde sein Whitepaper zur Rolle von Smart Lockern in New Work in die Wissensdatenbank der International Facility Management Association (IFMA) aufgenommen.

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